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Design mit gebündeltem Licht

: Trumpf


Die Firma LASER & more aus Wels hat sich auf die Verarbeitung von Edelstahl und Aluminium spezialisiert.... ...Neben Laserzuschnitten, Stanzteilen, sowie gekanteten und geschliffenen Produkten werden jüngst auch fertig geschweißte Komponenten erstellt.

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Dafür musste die gesamte Prozesskette vom Rohmaterial bis zum einbaufertigen Produkt geschlossen werden. Realisiert wurde dies mit der Anschaffung einer robotergestützten Laser-Schweiß-Anlage der Firma Trumpf Maschinen Austria.

Im Jahr 2000 wurde von Herrn Ing. Reinhard Aumayr die Firma LASER & more gegründet. Aufgrund der Erfahrungen und Kenntnisse in der Blechbearbeitung konnte sich der Betrieb rasch am Markt etablieren – mittlerweile werden 17 Mitarbeiter beschäftigt. Mit Laserschneid-Anlagen von Trumpf konnte das Schneiden von Edelstahlblechen schon zu Beginn effizient in der Produktion umgesetzt werden. Trotz der von Trumpf angegebenen Prozesssicherheit bis 15 mm Blechstärke können durch eine von LASER & more veränderte Parametrisierung Edelstahlbleche sogar bis zu 25 mm wirtschaftlich und prozesssicher mit dem Laser geschnitten werden. Mittels einer automatischen Be- und Entladeeinrichtung werden qualitativ hochwertige Laserzuschnitte mit hohem Automatisierungsgrad erzeugt. Auch komplizierteste Geometrien sind möglich, der minimale Bohrungsdurchmesser beträgt ca. 0,6 x Blechstärke, mindestens jedoch 1mm.
„Bereits vier Wochen nach Anlieferung der Trumpf Maschine konnten wir an den ersten Aufträgen arbeiten “, betont Reinhard Aumayr, Geschäftsführer von LASER & more, die Qualität der Zusammenarbeit mit Trumpf.

Trumpf im Ärmel

Im Bereich industrieller Laser und Lasersysteme
gehört TRUMPF weltweit zu den Markt- und Technologieführern. Das Produktprogramm des Geschäftsfeldes Lasertechnik umfasst Laserschneid- und -schweißanlagen für ebene und 3D-Teile, Hochleistungs-CO2-Laser, lampen- und diodengepumpte Festkörperlaser sowie Beschriftungslaser und
-systeme. Die Festkörperlaser werden vor allem zum Schweißen, Schneiden und Beschriften verwendet. In der Elektro- und Feinwerktechnik sowie der Medizintechnik werden diese Laser ebenso eingesetzt wie in der Automobilindustrie und deren Zulieferer.

Verbinden mit Licht

Aufgrund des zunehmenden Mitbewerbs im Bereich Laserschneiden, wurde bei LASER & more die Idee auch Komponentenfertigung anzubieten konkret. 2005 entschloss man sich in den innovativen Bereich Laserschweißen einzusteigen und investierte in Laserschweißtechnik von Trumpf. „Seit acht Jahren möchte ich Schweißen mittels Laser, jetzt sind auch die Maschinen soweit, dass sie diese Technik beherrschen“, erklärt Aumayr. Speziell für die Edelstahlverarbeitung ist das Laserschweißen vorteilhaft, da in den meisten Fällen aufwändige Schleif- und Richtarbeiten entfallen. Durch die geringe und gezielte Wärmeeinbringung ist es auch möglich, eine wesentliche Reduktion der Wandstärken zu erzielen, da diese oftmals aus schweißtechnischen Gründen und nicht aus statischen Gründen gewählt werden. Voraussetzung für die Einsetzbarkeit dieses Verfahrens ist eine optimale Konstruktion. Bleche von 0,5 - 6 mm können röntgenrein miteinander verschweißt werden. So werden Teile sowohl im dekorativen Edelstahlbau, z.B. Edelstahlleuchten, Werbeträger, Kochgeschirr, etc., als auch im hochbeanspruchten Konstruktionsbereich, z.B. Sicherheitsbauteile im Tunnelbau, gefertigt. „Diese Teile dürfen nicht rosten und müssen daher vollkommen spaltfrei gefügt werden“, erklärt Aumayr. Eine weitere Anwendung findet das Laserschweißen im Industriedesign. Gefärbte und strukturgewalzte Bleche können mit herkömmlichen Schweißverfahren
praktisch nicht gefügt werden, da eine Nachbearbeitung nicht möglich ist.

„Ein großer Unterschied zwischen traditionellem Schweißen und Laserschweißen liegt darin, dass Nachbearbeitungszeit und -kosten entschieden niedriger sind. Außerdem können die hohen Anforderungen an Schweißnähte bei sicherheitstechnischen Einrichtungen beim Laserschweißen problemlos erfüllt werden“, führt Dr. Alfred Hutterer, Geschäftsführer von Trumpf Maschinen Austria, aus.

Alternierende Versorgung

LASER & more verfügt über 2 Laserschweißkabinen, die alternierend von einem 4000 W Festkörperlaser (Nd:YAG) gespeist werden. Da beide Anlagen über separate Lichtleiterkabeln angeschlossen sind, kann die eine Kabine sofort versorgt werden, sobald die zweite die Laseranforderung aufgibt. Wird in einer Kabine geschweißt, kann in der anderen ein neuer Bauteil gespannt werden. Der Laser-Resonator wird somit sehr wirtschaftlich eingesetzt. Im Vollausbau nutzen bis zu vier Schweißgeräte diese Wärmquelle.

In einer Kabine schweißt ein Roboter mit Laserschweißausrüstung z.B. Sicherheitsbauteile für den Tunnelbau. In der zweiten befindet sich eine Kantenschweißmaschine von Trumpf (TrumaWeld L1000), die mit ihrem integrierten Spannsystem zum Schweißen linearer Nähte bestens geeignet ist. Die Anlage kombiniert ein universelles Spannsystem für variierende Nahtgeometrien mit einer CNC-gesteuerten Linearachse, auf der die Schweißoptik aus der Grundstellung in der Mitte nach links oder rechts verfährt. So ist es möglich für verschiedene Werkstücke die gleiche Spannvorrichtung zu verwenden. Minimale Rüstzeiten sind das Resultat – kleine Stückzahlen werden wirtschaftlich. Durch die hohe Qualität der lasergeschweißten Naht kann auf eine Nachbearbeitung der Werkstücke meist verzichtet werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass kein Zusatzmaterial verwendet werden muss und kaum Materialschwund entsteht.

„Im Unterschied zu den Laserschneidanlagen, wo man alle zusätzlichen Angaben
und Parameter von Trumpf bekommt, gestaltet sich das Einstellen der Laserschweißanlage ungleich schwerer. Kenntnisse und Erfahrungen im Vorrichtungsbau für den Roboter und bei der Wahl der optimalen Schweißparameter bekommt man nur durch Experimente. Ein Dreivierteljahr nach Inbetriebnahme konnte die Anlage im Zweischichtbetrieb effektiv arbeiten und Teile liefern.“, resümiert Reinhart Aumayer.

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